19.02.2017 um 12:31
Dirk Wagner
Gestern Nachmittag sitze ich gemütlich auf der Couch und lese ein Buch (Lunapark von Volker Kutscher).
Plötzlich höre ich einen Knall und merke, dass das Licht im Flur ausgeht.
Gedanken habe ich mir aber erst gemacht, nachdem meine Tochter zwei Stunden später zu mir kam um mich zu fragen, warum ihr Telefon nicht mehr aufgeladen wird und das Licht nicht brennt.
Und schon hatte ich die Ursache für den Knall im Nebenzimmer gefunden, nach der ich gar nicht gesucht hatte (im Zimmer eines Teenagers knallt es halt auch mal): Da war die Sicherung geflogen...

Davon, dass da definitv was kaputt gegangen ist, zeugte nicht nur der Ruß sondern auch das Klappern wenn man das Netzteil schüttelte.
Heute früh habe ich mir das dann mal näher angeschaut.
Der Stecker brach nach leichtem seitlichen Druck ab, das Netzteil lag offen vor mir.


Die beiden Kabel, die den Stecker mit der Platine verbanden, waren die Ursache für das Klappern.


Hier erkennt man die einzige sichtbare Zerstörung: Einer der Kontakte des Brückengleichrichters sieht aus wie weggeschmolzen...

Der Elko hingegen sieht noch intakt aus...

Ciao
dirk
Plötzlich höre ich einen Knall und merke, dass das Licht im Flur ausgeht.
Gedanken habe ich mir aber erst gemacht, nachdem meine Tochter zwei Stunden später zu mir kam um mich zu fragen, warum ihr Telefon nicht mehr aufgeladen wird und das Licht nicht brennt.
Und schon hatte ich die Ursache für den Knall im Nebenzimmer gefunden, nach der ich gar nicht gesucht hatte (im Zimmer eines Teenagers knallt es halt auch mal): Da war die Sicherung geflogen...

Davon, dass da definitv was kaputt gegangen ist, zeugte nicht nur der Ruß sondern auch das Klappern wenn man das Netzteil schüttelte.
Heute früh habe ich mir das dann mal näher angeschaut.
Der Stecker brach nach leichtem seitlichen Druck ab, das Netzteil lag offen vor mir.


Die beiden Kabel, die den Stecker mit der Platine verbanden, waren die Ursache für das Klappern.


Hier erkennt man die einzige sichtbare Zerstörung: Einer der Kontakte des Brückengleichrichters sieht aus wie weggeschmolzen...

Der Elko hingegen sieht noch intakt aus...

Ciao
dirk
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20.02.2017 um 12:03
Frank
Ich vermute, das Gerät ist von ostasiatischer Provenienz. Das korrekte CE-Zeichen hat leider keinerlei Aussagekraft.
Die Suche ergab tatsächlich folgendes Resultat:
https://german.alibaba.com/product-detail/mb10m-integrated-circuit-0-5a-bridge-rectifier-diode-60534202257.html
Ursprungsort: China (Festland)
Viele Grüße
Frank
Die Suche ergab tatsächlich folgendes Resultat:
https://german.alibaba.com/product-detail/mb10m-integrated-circuit-0-5a-bridge-rectifier-diode-60534202257.html
Ursprungsort: China (Festland)
Viele Grüße
Frank
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Antwort auf AW: Und es hat PENG gemacht... von Frank
20.02.2017 um 15:14
Dirk Wagner
Ja, ein Originalteil ist das nicht.
Wobei das Original u.U. ja aus der selben Fabrik kommen könnte.
Bei 3 der iPhones, die wir hier im Einsatz haben, war nicht mehr das Original-Netzteil sondern ein neues (und sichtbar nicht von Apple stammendes) dabei.
Ich habe mir jetzt keine Markierung o.ä. gemacht, aber vermutlich handelt es sich dabei um eines dieser Netzteile.
Reparieren wollte ich es aber eigentlich nicht ;-)
Ciao
dirk
Wobei das Original u.U. ja aus der selben Fabrik kommen könnte.
Bei 3 der iPhones, die wir hier im Einsatz haben, war nicht mehr das Original-Netzteil sondern ein neues (und sichtbar nicht von Apple stammendes) dabei.
Ich habe mir jetzt keine Markierung o.ä. gemacht, aber vermutlich handelt es sich dabei um eines dieser Netzteile.
Reparieren wollte ich es aber eigentlich nicht ;-)
Ciao
dirk
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Antwort auf AW: Und es hat PENG gemacht... von Dirk Wagner
22.02.2017 um 10:32
Michael

Eine schöne Dokumentation hast du da gemacht. :)
Ich hatte schon vor einiger Zeit gehört, das gerade diese Netzteile gerne nachgebaut werden. Wobei wohl das hauptsächliche Problem in der Einhaltung von Isolationsabständen liegt. In den kleinen Gehäusen geht es eng her und man muss beim Design und der Fertigung aufpassen das hohe Spannungen genug Abstand voneinander haben. Dazu gibt es Regeln, die aber in Fernost oft unbekannt sind. So habe ich es jedenfalls mal gelesen. Ich bin kein Elektroingenieur, aber die Argumente kann ich nachvollziehen.
Das heisst also - bei Billiggeräten besteht das Risiko das die Bude abbrennt.
Ich benutze auch solche Ladegeräte. Jetzt mit etwas mehr schlechtem Gewissen. Am Besten sollte man nicht unbeaufsichtigt damit Laden. Und darauf achten das nichts Brennbares in der Nähe der Steckdose ist. Oder natürlich die Dinger wegwerfen. (geht nicht, ich bin Schwabe... :) )
Ich hatte schon vor einiger Zeit gehört, das gerade diese Netzteile gerne nachgebaut werden. Wobei wohl das hauptsächliche Problem in der Einhaltung von Isolationsabständen liegt. In den kleinen Gehäusen geht es eng her und man muss beim Design und der Fertigung aufpassen das hohe Spannungen genug Abstand voneinander haben. Dazu gibt es Regeln, die aber in Fernost oft unbekannt sind. So habe ich es jedenfalls mal gelesen. Ich bin kein Elektroingenieur, aber die Argumente kann ich nachvollziehen.
Das heisst also - bei Billiggeräten besteht das Risiko das die Bude abbrennt.
Ich benutze auch solche Ladegeräte. Jetzt mit etwas mehr schlechtem Gewissen. Am Besten sollte man nicht unbeaufsichtigt damit Laden. Und darauf achten das nichts Brennbares in der Nähe der Steckdose ist. Oder natürlich die Dinger wegwerfen. (geht nicht, ich bin Schwabe... :) )
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Antwort auf AW: Und es hat PENG gemacht... von Michael
22.02.2017 um 12:03
Dirk Wagner
Man müsste nun ein original Apple-Netzteil nehmen und mit dem hier vergleichen.
Das mache ich aber erst, wenn es kaputt ist...
Wobei ich von Apple nur eines dieser Netzteile in Steckerform habe.
Die anderen sind alles die älteren, größeren mit wechselbarem Stecker...
ciao
dirk
Das mache ich aber erst, wenn es kaputt ist...
Wobei ich von Apple nur eines dieser Netzteile in Steckerform habe.
Die anderen sind alles die älteren, größeren mit wechselbarem Stecker...
ciao
dirk
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Antwort auf AW: Und es hat PENG gemacht... von Dirk Wagner
23.03.2017 um 11:03
Klicksucht
Die ausführliche Berichterstattung hat mich in jedem Fall jetzt schon dazu bewegt, künftig nur noch auf ordentliche Ersatzteile zurück zu greifen :D
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Antwort auf AW: Und es hat PENG gemacht... von Klicksucht
27.03.2017 um 09:43
Cybernetic
So etwas habe ich aber schon öfter gehört, dass diese billigen Netzteile sehr schnell kaputt gehen und unter Umständen durchschmoren. Bin da beim Kauf mittlerweile auch sehr vorsichtig geworden.
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